Ja klar, wer will schon Probleme haben. Du kannst sie alle haben, geschenkt! So habe ich vor einigen Jahren auch noch gedacht. Aber ich habe gelernt, anders mit ihnen umzugehen – und das hat mein Leben ziemlich verändert. Deine Probleme gehören zu deinem Lebensweg dazu.
Probleme sind Herausforderungen, die eine Lösung suchen
Manche Probleme lassen sich leicht lösen – wenn man sie überhaupt noch Probleme nennen will. Eigentlich sind es nichts anderes als Herausforderungen, die auf eine Antwort warten. Ich habe irgendwann angefangen, die hartnäckigen unter ihnen zu ignorieren und vor mir herzuschieben. Nach dem Motto: Die verschwinden schon von allein. Tja – leider nein. Probleme wollen eine Lösung.
Warum „Wegnehmen“ nicht dasselbe ist wie „Helfen“
Der Umgang mit Problemen ist eigentlich ganz einfach: Finde eine Lösung. Findest du allein keine, frag jemanden. Aber lass dir deine Probleme auf keinen Fall wegnehmen. Es ist respektlos, jemandem seine Probleme wegzunehmen! Gelöst ist es dadurch nämlich noch lange nicht – nur zeitlich verschoben. Und was verschoben wird, kommt wieder.
Was bedeutet das, wenn jemand anderes ein Problem hat? Nicht wegnehmen, sondern begleiten. Fragen stellen, Impulse geben, da sein – aber die Lösung bei der Person lassen, der das Problem gehört.
Nicht jedes Problem muss gelöst werden
Manche Probleme lassen sich schlicht nicht lösen – manche Beziehungen und Freundschaften gehören für mich in diese Kategorie. Da hilft nur, zu lernen, damit umzugehen, oder es beim nächsten Mal anders zu machen. Auch das ist eine Lösung.
Was passiert, wenn du Probleme nur ignorierst
Werden Probleme dauerhaft weggedrückt, suchen sie sich einen anderen Weg – meistens nach innen, als fiese Krankheit oder Verletzung. Ich sehe mich da als Dolmetscherin zwischen Körper und Mensch: Psychische Probleme manifestieren sich im Körper, uraltes Wissen, das leider verloren gegangen ist. Dein Körper sendet dir ständig Signale – ein genauerer Blick lohnt sich.
Was das für dich bedeutet
Begegnet dir das nächste Mal jemand mit einem Problem, frag dich: Will ich wirklich helfen, oder nur schnell das Problem wegnehmen? Und kämpfst du selbst mit etwas: Hol dir Unterstützung, wenn du sie brauchst – aber behalte die Lösung in deiner eigenen Hand. Genau da beginnt echtes Wachstum.
Dieser Beitrag ist inspiriert von einem Kapitel aus meinem Buch „Just me! …nicht normal!“ – erster Band der Buchserie INS SCHWARZE.
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