Nein, es geht jetzt nicht um deine Landessprache, deine deutliche Aussprache, deine Lautstärke oder Sprechgeschwindigkeit. Ja, schon klar, auch diese Dinge sind wichtig. Mir geht es darum, ob die Leute dir noch folgen können. Verstehen sie deine Worte?
Ich lese gerade wieder mal vier Bücher zeitgleich. Alle vier sind mega spannend. Ich kann mich in der Früh kaum entscheiden bei welchem ich weiterlesen soll. Meistens ist es dann eh eine Mischung aus allen. Ich liebe gute Bücher. Vor allem wenn sie mir Anregung zum Nachdenken geben und/oder mir aus dem Herzen sprechen.
Bei einem davon, trifft beides zu. Es regt mich an nachzudenken und spricht mir gerade absolut aus dem Herzen. Beim Thema – es geht um Zukunft und Selbstwirksamkeit – würde ich mir wünschen, dass mehr Leute darüber nachdenken würden. Aber warum tun sie’s nicht?
Gut, jetzt muss ich dazu erwähnen, dass Sprache und Kommunikation meine grossen Stärken sind. Nach 21 Jahren Medienerfahrung und fast 20 Jahren Erfahrung im Coaching, Mentaltraining und FaceReading, höre oder lese ich vieles anders.
Bei einem der vier Bücher wurde mir ziemlich schnell klar, dass hier eine KI als Lektorat verwendet wurde. Die Sätze waren absolut genial formuliert – keine Frage. Einige Sätze waren jedoch absolut sinnlos und fast schon unverständlich in die Länge gezogen: Schachtelsätze und Fachbegriffe ohne Ende, natürlich immer mit Verweis auf andere Autoren, Experten und – ganz wichtig – Statistiken mit vielen Zahlen, Daten und Fakten.
Ja, schon klar, ein Buch muss ja gefüllt werden, damit es auf die obligatorischen mindestens 220 Seiten kommt. Ich hab selbst grad ein Buch geschrieben – allerdings ohne KI. Für alle die es noch nicht kennen: Just me! …nicht normal! Und glaubt mir, ich habe genügend Kommentare bekommen: allerdings waren das eher Aussagen wie „du schreibst ehrlich, authentisch und originell und es macht Spass weiterzulesen“.
Zurück zu der Frage, warum Menschen nicht mehr über spannende Themen, wie an meinem Beispiel Zukunft, nachdenken: weil sie’s nicht verstehen. Das Buch ist, wie erwähnt, vollgepackt mit Fachbegriffen, Schachtelsätzen, Querverweisen, Daten und Fakten aus irgendwelchen Statistiken, die eh niemand überprüfen kann. Das ist anstrengend! Da bist du mehr damit beschäftigt das Buch zu verstehen, als über den Inhalt nachzudenken.
Ich betreue gerade ein grosses Unternehmen im Coaching zum Thema Kommunikation. Auch da ist mir aufgefallen, dass in vielen Fällen eine einfache und klare Kommunikation hilfreich wäre. Schon klar, viele Menschen brauchen dieses Fachsimpeln, um Überlegenheit dem Gegenüber zu demonstrieren und sich wichtig zu machen. Ist es hilfreich? Meistens nicht.
Es gibt so eine wunderbare Redewendung: Reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist! Gemeint ist eine offene, direkte und unverblümte Art, die Meinung zu äussern. Man spricht ungezwungen, natürlich und authentisch, ohne lange nach den „richtigen“ oder formellen Worten zu suchen. Das nennt sich dann Unterhaltung. Kein Wunder, dass selbst Besprechungen von allen als „anstrengend“ empfunden und wahrgenommen werden. Nachhaltig ist es nicht.
Es lebe die Einfachheit in der Sprache! Vor allem, wenn du was bewirken willst.
In meinen Vorträgen, Seminaren und Coachings eines der wichtigsten Themen: egal ob im Verkaufsgespräch, beim Mitarbeitergespräch, im Verhör oder bei deinem Gesamtauftritt. Profiling der Sprache sozusagen 😉
Keine Sorge, mehr zu diesem Thema gibt es dann in mein nächsten Buch aus der Reihe „INS SCHWARZE!“.
Ein Vorgeschmack gibt es bereits in meinem ersten Buch „Just me! …nicht normal!“: Hier bestellen! (oder auch auf Amazon und in jeder Buchhandlung).
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