Es ist eine Beobachtungsgabe – vergleichbar mit Profiling und Körpersprache. Spannenderweise stellt diese beiden niemand infrage. Fernsehen und Krimis sei Dank!
Was hat Face Reading mit Beobachtung, Profiling und Körpersprache zu tun?
Face Reading hat nichts mit Wahrsagerei zu tun, sondern mit Hinschauen. Genau hinschauen. Deshalb ist es vielen so unangenehm und fremd. Klar, uns wurde beigebracht: Man starrt Leute nicht an! Ich bin allerdings die, die genau hinschaut. Und immer wieder erlebe ich, dass genau das manche Menschen irritiert. Wir haben gelernt, auf Körpersprache zu achten und auf Worte zu hören. Beides lässt sich trainieren – und entsprechend auch manipulieren.
Wenn du jetzt an das Pokerface denkst, gebe ich dir recht. Im Face Reading (Gesichtlesen) schaue ich mir aber nicht nur die Mimik an, sondern alle Merkmale, die sich im Gesicht abzeichnen: Linien, Formen, Male und Eigenschaften. Und die lassen sich kaum manipulieren. Selbst mit Botox lässt sich nicht alles verbergen – Formen und Proportionen der einzelnen Gesichtsmerkmale bleiben meistens erkennbar.
Beim Gesichtlesen wird auch nichts hineininterpretiert. Es ist wie Vokabeln lernen: Jedes Gesichtsmerkmal ist einer bestimmten Eigenschaft zugeordnet. Ich lese nur vor.
Warum begegnen viele Menschen Face Reading mit Skepsis?
Menschen sind von vornherein skeptisch gegenüber Neuem. Das steht übrigens nicht im Gesicht geschrieben, sondern rührt von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit her. Zu oft will man uns Dinge verkaufen, die nichts bringen – Marketing lässt grüssen. Und wenn ich mir anschaue, was es im Internet alles zu kaufen gibt … oh je. Kein Wunder, dass wir immer skeptischer werden. Und das ist auch gut so.
Woher kommt Face Reading – wo liegen seine Wurzeln?
Face Reading ist eine jahrtausendealte Beobachtungskunst mit Wurzeln sowohl in Asien als auch in Südamerika – mit nahezu identischen Erkenntnissen. Es ist Teil des «Profilings», mit noch tieferen Einblicken in Persönlichkeit und Talente, die auch Rückschlüsse auf das Verhalten von Menschen zulassen – zumindest im weiteren Sinne.
Für wen ist ein Face Reading besonders wertvoll?
Face Reading ist kein gut gehütetes Geheimnis, sondern ein Werkzeug mit breiter Wirkung. Führungskräfte setzen es ein, um Teams treffsicherer zusammenzustellen und Konflikte früher zu erkennen. HR-Verantwortliche gewinnen im Bewerbungsprozess eine zusätzliche, verlässliche Ebene jenseits von Lebenslauf und Anschreiben. Verkäufer lesen ihr Gegenüber schneller und passen ihre Argumentation gezielter an, und auch in Verhören oder anderen sensiblen Gesprächssituationen hilft der geschulte Blick, Verhalten richtig einzuordnen. Und nicht zuletzt profitieren Privatpersonen, die ihre eigenen Talente und Blockaden klarer sehen möchten – beruflich wie persönlich.
Denn im Kern geht es immer um dasselbe menschliche Bedürfnis: gesehen, gehört und verstanden zu werden. Face Reading ist kein Trick, keine Show und keine Wahrsagerei – sondern ein präzises Werkzeug, um genau diesen Wunsch ernst zu nehmen.
Nicht die Zukunft steht dir ins Gesicht geschrieben – sondern du selbst.
Was steht dort bei dir? Lass uns sprechen! info@sn-coaching.com