Ich? Stolz auf mich? Darf ich das denn? Na ja, so genau kann man das ja nicht sagen. Oder doch? Doch! Kannst du, darfst du und sollst du auch. Unbedingt.
Und jetzt ganz ehrlich? Was hast du dir bei dieser Frage gerade geantwortet? Ist dir auf Anhieb was Tolles eingefallen? Oder noch besser: viele tolle Dinge? Grossartig. Lass dir das ja von niemandem nehmen.
Dir ist nichts eingefallen? Keine Sorge, die meisten Menschen tun sich schwer damit, stolz auf sich selbst zu sein. Da bist du nicht allein.
Ich hab mich gefragt, woher es kommt, dass uns eher Dinge einfallen, die schief gelaufen sind, die uns peinlich sind oder die uns ärgern. Warum fallen uns fast nur negative Erlebnisse in unserem Leben ein und warum denken wir auch eher schlecht über uns selbst? Warum erlauben wir uns nicht, stolz auf uns selbst zu sein? Und warum sprechen wir’s nicht aus?
Na ja, weil wir es so gelernt haben. Das ist so ähnlich wie mit dem Eigenlob. Und Eigenlob stinkt ja bekanntlich. Was für ein Schwachsinn. Eigenlob stimmt und ist auch unglaublich wichtig.
Und, weil wir es uns irgendwann selbst nicht mehr erlauben, stolz auf uns zu sein. Uns wurde von Kind an gesagt, was wir alles nicht so gut können, wo wir uns mehr anstrengend sollten und wo wir Aufholbedarf haben. Und weil wir viele „Aber-Lobs“ bekommen haben. Das hast du gut gemacht, aber bla bla bla.
Wir haben den Fokus nur noch auf das Negative gerichet. Viele Menschen hören Lob und Komplimente ja nicht einmal mehr. Oder tun es als „nichts besonderes“ ab. Kannst Du Lob und Komplimente annehmen? Und bist du stolz auf dich? Erlaubst du dir stolz auf dich zu sein?
Also: fang heute damit an. Frag dich jeden Abend vor dem schlafen gehen: Was hat mich heute stolz gemacht? Vorher darfst du nicht schlafen 😉